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VOIDS BETWEEN SCENES
Mixedmedia Installation. 2010. Kuandu Museum of Fine Arts Taipei. Taiwan

 

 
 

 
 

Die verschiedenen Raumelemente repräsentieren Erinnerungsfragmente eines Ortes, dessen genaue Herkunft nicht von Bedeutung ist. Die Installation wiederspiegelt vielmehr die Art und Weise, wie unser Gedächtnis funktioniert. Das, woran wir uns erinnern, vermag niemals ein kohärentes Bild der Realität darzulegen. Die Elemente der Installation treffen, verbinden und überschneiden sich und kreieren dabei Lücken und Anhäufungen. Der Rezipient befindet sich in einem Setting, wo sich das «Dazwischen», das «Dahinter», das «Davor», das «Innen» und das «Aussen» verworren haben und die Grenzen unscharf werden.

Die zwei parallel zur Installation gezeigten synchronisierten Videoloops zeigen ein Wandeln in einem nicht näher definierbaren Gebäude, welches sich in einem Stadium zwischen Konstruktion und Dekonstruktion befindet. Die Bildstränge werden von einer Stimme aus dem Off begleitet. Der in den Videos gezeigte Innenraum ist eine Art Mentale Anlage, welche die Gedankenfragmente des Erzählers, die wie Bilder ohne Zusammenhang aneinandergereiht sind, widerspiegelt. Die beiden Bildebenen und die Audioebene sind eng miteinander verknüpft, nähern sich an, distanzieren sich voneinander, verdoppeln sich und verschwinden im Nichts. Raumfragmente und Eindrücke blitzen auf, jedoch zu kurz und zu selten um dem Betrachter ein Gesamtbild des Schauplatzes zu ermöglichen.

 
 

MEDIA
Wood, black glossy paint, video projection DVD Video b/w, sound, 7‘55“, loop, fluorescent lamps, laser foto print on wood structure.

http://kdmofa.tnua.edu.tw/

 

videoextract of CIRCUMPOLAR

CIRCUMPOLAR, 2010, extract 5'26'' of 8'05'', loop, DVPal, 16:9, b/w, audio
Voice: Raphael Gschwind
Textfragments: Rolf Dieter Brinkmann, KEINER WEISS MEHR, Köln 1968
Translation: Philip Matesic